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Vom Tayrona Nationalpark nach Medellin und in die Anden zur Hauptstadt Kolumbiens… Bogota! – Skorpione unerwünscht

Servus,

nun gibt es wieder ein paar News über Kolumbien und über meine vergangene Woche. Leider habe ich immernoch dieses No-Kameraproblem so das es von dem Tayrona Nationalpark leider keine Fotos gibt. Derweil versuche ich euch als potenzielle Kolumbienreisende mit genügend Infos zu versorgen, damit ihr auch aus jeglichen schlechten Erfahrungen die ich für euch mache jederzeit Kopierungsfehler vermeiden könnt. In der Zwischenzeit meiner Reise hat sich das selbsternannte Staatsoberhaupt von meinem Nachbarland Venezuela, Hugo Chavez entschieden sein Leben nicht weiter fortzusetzen und ist seinem Krebsleiden erlegen. Aufgrund dessen das sich die Sicherheit in Venezuela seit seinem Amtsantritt deutlich verschlechtert hat, kann dies ein gutes Zeichen sein um in einigen Jahren auch mal das derzeit noch recht gefährliche Venezuela zu besuchen. Naja, mal gespannt ob sie an die Entwicklung Kolumbiens in den vergangenen Jahren anknüpfen können. So, zu Beginn ein Foto welches mich beim derzeitigen Blog-Schreiben zeigt und netterweise von einem Australischen Zimmerkollegen gerade mittels Iphone gemacht wurde… so kann ich wenigstens ein paar wenige Fotos veröffentlichen:

am Blog schreiben mit Pulli… Bogota hat nur 16 Grad im Hochsommer

Derzeit befinde ich mich also noch in Kolumbien… genauergenommen in der 7 Mio. Hauptstadt Bogota – beginnen werde ich allerdings mit meinen ersten Tagen und meinem Minibus von Cartagena nach Taganga. Was ich aus meinem kurzen Aufenthalt in Kolumbien bislang gelernt habe ist, dass die öffentlichen Busse nicht wirklich viel günstiger sind als die Minivans und Reisebusse, allerdings einige Stunden längeres reisen versprechen. Bei kürzeren reisen sind die öffentlichen Busse zu empfehlen, sobald man allerdings eine Strecke von mehr als 3-4 Stunden vor sich hat sollte man lieber auf Minivans und Reisebusse umsteigen, falls man eine Nacht nicht irgendwo auf einem Dorf verbringen will. Nachdem ich von Cartagena mit dem Minivan über Santa Marta nach Taganga in circa 4 Stunden gefahren bin, habe ich dort alte Bekannte aus Panama getroffen mit denen ich am nächsten Tag zum Tayrona National Parque in der Nähe der Grenze Venezuelas gereist bin.

Der Tayrona National Park liegt direkt im Dschungel und sollte durch atemberaubende Strände herausstechen. Unterkünfte hat man in dem Nationalpark nur auf Zelten oder in Hängematten. Ich habe mich für eine Nacht auf einer Hängematte mit Moskitonetz einquartiert, welcher direkt am Strand war. 2 Tage lang haben wir uns von einem Gaskocher und Spaghetti ernährt, was mich stark an meine Wochen bei Rock am Ring erinnert hat. Nur das das Wetter bei Rock am Ring in der Regel “scheiße” ist… Das Wetter im National Park hingegen war traumhaft bei über 30 Grad. Was ein wenig schade ist, ist dass mir die Beweisfotos fehlen… 😉 Von den Stränden hingegen war ich weniger beeindruckt – vermutlich weil ich das Paradies während meiner Bootsfahrt in den San Blas Islands bei Panama schon gefunden hatte und ich nicht weiß ob irgendetwas den San Blas Islands konkurrieren kann.

Tja, so verging dann ein Tag in Rock-Am-Ring Manier… nur ohne Rockmusik zwischen Dschungel und Strand auf der Hängematte. Am nächsten Tag ging es wieder zurück nach Taganga, von wo ich ein Shuttle nach Cartagena gebucht hatte. Taganga ist eine Art Strand/Partyort und zieht enorm viele Backpacker oder auch einheimische aus Santa Marta an und liegt nur eine Stunde vom National Park entfernt, so dass ein kurzer Zwischenstop dort jedem wärmstens ans Herz gelegt werden kann. Ich meinerseits habe dort im Casa Divanga genächtigt. Während meiner letzten Nacht in Taganga bin ich gegen 3 Uhr morgens zurück ins Hostel und wollte gerade in mein Zimmer, da teilte mir der Hostelangestellte mit, dass ich heute bitte in einem anderen Zimmer schlafen muss, da in meinem aktuellen Zimmer ein Skorpion ist und er derzeit noch nich rausbefördert werden kann… warum??? Er ist nicht aufzufinden!!!! Tja, so lernt man dann die anderen Zimmer kennen – und am nächsten Morgen pünktlich zur Rückfahrt nach Cartagena konnte ich dann wieder in mein altes Zimmer um auch meinen überdimensionalen Rucksack, der eine einsame Nacht alleine mit Skorpion hatte, wieder in Empfang zu nehmen.

So aber jetzt erstmal eine kleine Karte mit meinen bislang bereisten Orten in Kolumbien damit ihr auch das Land ein wenig kennenlernt. Und dann gehts weiter…

Karte von Kolumbien und meine bisherige Reiseroute (beginnend mit dem Segelboot von Panama)

Da eine Busfahrt von Cartagena nach Medellin über 12 Stunden dauert und teurer ist als ein Flug, habe ich mich entschieden über Vivacolombia.co ein Flugzeug zu chartern, welches mich direkt in die Metropole Medellin bringen sollte. Der Flug welcher nur 1 Stunde dauerte kostete mich inklusive Gepäck keine 50USD und war bis auf einige Turbulenzen am Ende total angenehm und brachte mich sicher nach Medellin, wo ich mich mit Tom aus der Schweiz treffen wollte um das Medelliner Nachtleben zu erkunden. Tom, der schon eine Woche vor mir in Medellin mit dem Flieger aus Costa Rica ankam war, hat mir dann erstmal ein wenig die Stadt gezeigt und mich mit seinem Iphone hervorragenderweise ablichten können. .

Medellin

Medellin ist eine beeindruckende Großstadt mit circa 3 Mio. Einwohnern, welche durch eine wirklich interessante Architektur im Tal umgrenzt von Bergen liegt. Die Metro hat eine Seilbahn inklusive mit der man auf einen hohen Aussichtspunkt zur Bibliothek fahren kann und eine hervorragende Aussicht über einen Teil der zweitgrößten Stadt Kolumbiens hat.

Medellin – Im Hintergrund die Metro-Cable Car

In den 80er Jahren erlangte Medellin wegen den Drogenkartellen den Namen als “most violent City in the World”. Die berühmteste Person Medellins ist sicherlich der Drogenbaron Pablo Escobar welcher im Dez. 1993 in Medellin erschossen wurde und über Jahre hinweg den Drogenhandel in Kolumbien im Griff hatte bzw. durchgehende Konflikte mit anderen Drogenkartelle hatte. Mit seinem Tod 1993 ging die Tötungsrate in Medellin rapide Bergab. In 2009 wurden täglich im Durchschnitt nur noch 9 Menschen getötet. In den ärmeren Vororten besteht immernoch ein recht hohes Risiko mit teilweise öffentlichen Kugelgehagel, wohingegen in der Zona Rosa/El Poblado die Tötungsrate virtuell nahe der 0 ist. Ich meinerseits hatte mein Hostel in der Zona Rosa und fühlte mich an sich im gesamten Medellin sehr sicher. Wobei ich mich auch durchgehend in der Innenstadt aufgehalten habe. Nun vielleicht kurz zum Nachtleben von Medellin welches beeindruckend ist und zahlreiche Möglichkeiten bietet. Auf einer unserer nächtlichen Taxifahrten konnte man auch diesen interessanten Unfall gegen 4 Uhr morgens erblicken.

Interessanter Unfall in der Innenstadt Medellins am frühen Morgen

Tja, nachdem ich also ein wenig Medellin erkundet habe, welche eine wirklich aufstrebende und schöne Stadt ist, habe ich mich dann vorgestern in den Nachtbus nach Bogota gesetzt. Mir wurde das Busunternehmen Bolivarianio empfholen und ich wurde alles andere als enttäuscht… Um 10 Uhr abends ging es los und jeder hatte einen privaten kleinen Minifernseher im Sitz integriert vor sich…  und nachdem kurz vor dem Start mein Kolumbianischer Sitznachbar mit seinem Ipad nach dem WIFI-Code fragte war ich in einer enorm euphorischen Stimmung… Kostenloses Wifi, enormer Platz für die Füße, mehr als 50 Spanische Filme zur Auswahl – letztendlich war es wohl die beste Busfahrt die ich jemals hatte. Nachdem ich eine Stunde im Internet surfte begann ich mich so langsam mit “Simpsons la pelicula” in den Schlaf zu schauen…

Ich bin jetzt noch enorm begeistert von den Bussen in Kolumbien! So kanns weitergehen!!!

Tja, und nun bin ich in Bogota, quasi in den Anden und morgen besuche ich eine Farm von dem Onkel einer Freundin die in Bogota mit ihren 5 Labradors wohnt und ich bin schon äußerst gespannt was mich in der Hauptstadt noch erwartet! Bogota liegt auf 2800m Höhe in den Anden und es ist NICHT warm hier wie ihr auf meinem ersten Bild beim Blog schreiben feststellen könnt. Temperaturtechnisch könnt ihr in Deutschland jetzt vielleicht sogar mithalten!!!

So, bevor es zum Ende kommt… zum Abschluss vielleicht noch eine kleine Anekdote:

Vor einigen Tagen dachte ich nach Blick auf mein Bankkonto das es an der Zeit ist nach Deutschland zurückzukehren! 7 Monate waren eine tolle Zeit aber jetzt ruft doch endlich wieder eine neue Herausforderung und eine neue Arbeitsstelle in Deutschland! Bei der Auswahl der günstigsten Flieger back nach Deutschland wurde ich letztendlich in Rio De Janeiro fündig… für 329 Euro soll es mit Condor heimgehen und zwar am 12. April 2013 – in fast genau einem Monat. Nachdem ich den Flug gebucht habe, habe ich mir dann mal die Karte von Südamerika angeschaut und festgestellt das Rio De Janeiro von Kolumbien circa 8000km entfernt liegt…

Tja, 8000km in den Anden… oh man! Tja, nach etlichen theorien wie ich Rio in Zeit und kostengünstig erreichen kann habe ich mich letztendlich für die am leichtesten durchzusetzende Variante entschieden. Ecuador, Peru und Bolivien ist leider zeittechnisch kaum zu realisieren um rechtzeitig in Brasilien anzukommen. Nach langem nachdenken ist es daher am leichtesten umzusetzen den Amazonas in Kolumbien und Brasilien zu besuchen. Da der Dschungel davor leider Regenwald ist und von den Guerillas besetzt ist, kann man nur mit dem Flieger aus von Bogota nach Leticia (an der Grenze zu Brasilien direkt am Amazonas) kommen. Von dort geht es mit dem Boot über den Amazonas nach Tabatinga – die Grenzstadt Brasiliens. Von dort habe ich einen Flug mit einer Brasilianischen Billigairline für 180 Euro und zweimaligem umsteigen in Manaus und Sao Paulo. Reine Flugzeit… 10 Stunden! Dort komme ich dann am 9. April an um noch 3 Tage Rio De Janeiro zu machen.

Tja, viel geschrieben… wenig Bilder… ich hoffe ihr könnt mir verzeihen :).

Alles gute und bald berichte ich euch mehr aus Bogota und von den Kaffeeplantagen zwischen Bogota und Cali.

Adios

-T

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