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Sitka - was macht man im Süden von Alaska?

Wenn man nur drei Wochen in Alaska hat möchte man natürlich so viel wie möglich in der kurzen Zeit sehen. Und so ging es nach dem Besuch des Denali Nationalparks und des Hatcher Pass schnell zurück nach Anchorage, meinen Zufluchtsort um von dortaus einen Flieger in den Süden zu nehmen. Begleitet hat mich hierbei Erin, welche eine Woche Urlaub hatte und auch selbst noch nicht in Sitka war und sich dementsprechend auch auf ihren Urlaub freute.

Sitka ist eine Stadt im Süden von Alaska und befindet sich im westlichen Teil der Insel Baranof. Sitka ist bekannt für seine Tierwelt, für wunderschöne Landschaften, seine multikulturellen Einwohner und für unheimlich viel Regen. Denn in Sitka regnet es circa 60-70%. Wer kein Regen in Sitka sieht war entweder noch nie hier oder hatte unheimlich viel Pech nicht das authentische Sitka zu sehen. Nach Sitka führen auch keine Straßen. Die einzige Möglichkeit nach Sitka zu gelangen ist mit dem Flugzeug oder über das Wasser mit der Fähre. Und hier auf der Karte könnt ihr erstmal sehen, wo Sitka genau liegt.

Wenn man sich die Geschichte von Sitka ein wenig anschaut merkt man, dass die indigene Bevölkerung die Sitka bewohnte den ersten dokumentierten Kontakt mit Europäern in 1741 hatte, als Russische Entdecker in der Region den Anker warfen. Nutzen wir das Ganze auch nochmal kurz für einen kurzen Rückblick und den vermutlich günstigsten Kauf von Land in der Geschichte. Dieses unfassbar große Land Namens „Alaska“ (heutzutage mit 1,7 Mio Quadratkilometern der größte Staat der Vereinigten Staaten von Amerika) wurde im Jahre 1876 den Russen für sage und schreibe 7,2 Mio USD von den USA abgekauft. Natürlich war die Kaufkraft damals eine andere; aber dennoch ein unheimlich geringer Betrag für so viel Land. Nichtsdestotrotz wollen wir uns ja nicht unbedingt mit der Geschichte sondern hauptsächlich mit der Gegenwart beschäftigen. Und da stellt sich die Frage, was kann man also in Sitka machen?

Flight to Sitka while the sun is setting
Der Blick auf Sitka vom Wasser
Der Hafen von Sitka

Was uns erstmal sehr bei der Erkundung von Sitka half, war das wir Dank Erins Kontakten ein Auto geliehen bekamen. Zwar gibt es keine Straßen die nach Sitka führen aber auf der Insel ist ein Auto schon sehr hilfreich um die Insel und das Wildleben zu erkundigen. Mit diesem Auto fuhren wir zu einem Zeltplatz in den Norden von Sitka um erstmal eine kostengünstige Übernachtungsmöglichkeit zu haben. Obwohl es eine Insel ist, wimmelt es auch um Sitka von unheimlich vielen Bären. Daher ist es wichtig, das man nachdem das Zelt aufgebaut wurde alles Essbare als auch alle weiteren Sachen die einen Geruch haben (wie Zahnpasta, Duschgel und eigentlich alle Hygienemittel) sicherheitshalber in einem gesicherten Container/Box weit weg vom Zelt verstauen. So wird man in der Nacht oder am frühen Morgen in der Regel nicht von einem Bär geweckt. Und so kann man sich am nächsten Morgen auch frisch und munter aufmachen um die Gegend zu erkundigen. Nach einer Stadterkundung am ersten Tag und einer kurzen Wanderung in diesem wunderschönen Regenwald starteten wir auch den nächsten Tag gleich mit einer spannenden Kajaktour. Die Tour ging über 4 Stunden und man sieht wirklich wahnsinnig spannende Landschaften und Wildtiere. Man paddelt durch diese regnerischen grünen Landschaften und Miniinseln und bekommt einen tollen Einblick wie sich das Leben hier so abspielt. Hier hat die Natur definitiv noch das sagen! Habt auch ihr Lust eine Kajaktour dort zu machen? Schaut vorbei bei Sitka Sound Ocean Adventures. Ein nettes Team mit tollen Kajak Touren

ein wunderschön wolkiger und regnerischer Tag zum Kajaking
Hier mit einem Seestern. Aber Vorsicht, man darf den Seestern niemals oberhalb des Wassers von den Steinen entfernen.
Achte auf Bären auf dem Campingplatz
Ein Eichhörnchen an einem der Essenscontainer des Campingplatzes
Das Eichhörnchen ist bereit zum Angriff
krasse Bäume um einen herum
wunderschöner Sonnenuntergang auf dem Campingplatz

Weiter ging es mit einem Besuch des Fortress of the Bear. Dies ist eine Unterkunft für Waisen, genaugenommen für Waisenbären. Bären die einmal hier waren dürfen bzw. können leider auch nichtmehr in die Wildnis zurück. Die Leute die hier arbeiten kümmern sich toll um die Bären und bringen ihnen sogar einige Tricks bei. Nichtsdestotrotz ein schöner Ort um Schwarzbären und Braunbären mal aus der Nähe zu betrachten. Apropo Braunbären, ist der Unterschied zwischen einem Braunbär und einem Grizzlybär eigentlich geläufig? Der Braunbär und der Grizzlybär unterscheiden sich nur in ihrer geografischen Lage. In Alaska ist es so, dass der Braunbär in Küstennähe lebt, der Grizzly hingegen im Landesinneren. Allerdings haben sie aufgrund dessen auch einige Unterschiede in der Größe und im Verhalten. Nichtsdestotrotz möchte man beiden eigentlich nicht in der Wildbahn begegnen. Ich persönlich finde Schwarzbären ja noch ganz süß aber ich denke, wenn ein Schwarzbär auf mich zugerannt komme finde ich ihn auch nichtmehr so süß haha.

Schwarzbären laufen umher
Zeit um zu schlafen

Dann gibt es noch eine traumhafte Wanderung die man in Sitka machen kann und zwar beginnt diese am Campingplatz am Beaver Lake. Von dort gibt es einen tollen Rundweg der legilich 1,5 – 2 Stunden dauert und einem unterschiedliche landschaftliche Szenarien bietet und wahnsinnig schöne Regenbilder. Allerdings mögen Bären Wanderer dort nicht. Mitten auf einem recht schmalen Gang entdeckten wir diesen wunderschönen Bärenkot.

Eine karte mit Wanderwegen für Sitka
Die Landschaft am Beaversee
Genau, ein Bär hat hier mal sein Revier markiert ;)
Das Auto welches wir nutzten

Abschließend gibt es noch eine Sache die ich auf jedenfall empfehlen kann und das ist der Besuch des Totemparks. Dieser liegt im National Historical Park und man kann Totems der Urweinwohner Sitkas, den Tlingits bestaunen. Eine schöne kleine Wanderung in diesem Park lässt sich auch mit wenig Zeit machen.

Ein Totem im Totem Park
Und noch ein Totem

Nach einem letzten Sonnenuntergang auf unserem Campingplatz in Sitka, war es dann an der Zeit die Weiterreise nach Juneau anzutreten. Anstatt dem Flieger nahmen wir diesmal die 1-2mal wöchentlich verkehrende Fähre um durch das landschaftliche Paradies zu fahren und es war absolut die Reise wert. Auch hier ist es toll die Tierwelt im Wasser oder auf den umliegenden Inseln zu betrachten. Manchmal zeigen sich Bären oder Rentiere in Küstennähe. Wir sahen zwei Wale, welche den Weg der Fähre kreuzten und Seerobben die auf Bojen chillten. Abschließend noch mehr Eindrücke von der Fährfahrt und weiter geht es bald mit der Hauptstadt von Alaska, Juneau.

Die Fähre zu nehmen ist eine tolle Erfahrung
Man hat einen wahnsinns Ausblick auf die Inseln im Süden
... und eine ganze Menge Zeit für Bilder

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