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Das Ende der ersten Reise – 16 Monate sind vorbei, es war ein Traum – jetzt ein halbes Jahr Pause

Hallo Zusammen,

Die Reise ist fast beendet – Nach 16 Monaten und 11 Tagen werde ich morgen wieder in Deutschland eintreffen. Zwar trauer ich ein wenig das ich mir noch nicht ganz Südostasien anschauen konnte aber ich freue mich auch schon riesig mal wieder einige Monate in Deutschland zu verweilen. Und die restlichen Südostasiatischen Länder sind ja nun auch nicht so weit weg und von Deutschland kann man immer mal kurz vorbeispringen, wenn man denn Lust und vor allem die Zeit hat. Was ich auch feststellen konnte ist das die deutsche Staatsbürgerschaft (wie auch die meisten anderen EU-Staatsbürgerschaften) schon seine Vorteile hat. Mit manch anderem Reisepass hätte ich deutlich mehr Probleme bei der Beschaffung verschiedener Visas gehabt, da ich niemals einen Rückflug vorweisen konnte. One-Way-Flüge mit der spontanität sich dann doch für andere Reiseziele zu entscheiden hat hervorragend geklappt und kann ich jedem der spontan reisen möchte wärmstens empfehlen J.

 

Bewölkter Sonnenuntergang auf Ko Chang

Bedanken muss ich mich zuerst allerdings vor allem bei den Politikern und der Deutschen Presse! Diese haben mich hier im Ausland während dieser Zeit sehr gut unterhalten und ich war immer wieder auf Neuigkeiten unserer verschiedenen Minister gespannt. Nicht zu verachten ist auch Griechenland – Viele Grüße auch an alle Griechichen Onlinepoker Spieler, die ihr Geld an die anderen EU-Staaten und vor allem an Pokerstars verbraten und somit erst garnicht in die Misere geraten irgendwann mal Steuern zahlen zu müssen oder das Geld in andere Konsumgüter investieren. Haha, das soll hier jetzt aber keine Dankesrede werden und ich fange jetzt mal lieber an über meine letzten Wochen meiner Reise zu erzählen. Bei meinen Dankesreden vergesse ich sonst ja eh immer zu viele J. Fühlt euch also alle gedankt wenn ihr diesen Blog ab und an mal aus Spaß aufruft und mir somit zeigt das mein Reisen und meine Berichte nicht jedem völlig am A… vorbeigehen :D.

 

Blick aus dem Flugzeug

Gerade sitze ich also in einem Bus und befinde mich auf der Rückfahrt von Ko Chang nach Bangkok. Beginnen werde ich vielleicht damit, dass Inseln hier entweder mit „Ko“ oder „Koh“ vor dem eigentlichen Inselnamen beschreiben werden. Warum man beides verwenden kann habe ich leider noch nicht herausgefanden… Falls sich jemand gefragt hat warum ich nie Koh schreibe… würdest du Koh schreiben wenn du auch Ko schreiben kannst? Vielleicht… J – ich nicht! 😛

In circa 6 Stunden wird mein Bus dann vorraussichtlich Bangkok erreichen – ich diesen Post posten und weitere 10 Stunden darauf werde ich verwirrt durch Bangkok rennen um mir irgendwo den Einzug der Bayern ins Viertelfinale (oder die Blamage…) der Champions Leauge live anschauen. Weitere 6 Stunden später (in der Hoffnung das es keine Verlängerung gibt) muss ich auch schon mein Gepäck am Flughafen einchecken. Na, blickt noch einer bei meiner Stundenaufzählung durch…? Vermutlich nicht J. So, nun aber wirklich zurück – ich beschreibe nun meine letzten 2 Wochen schnell und rücksichtslos beginnend mit der traurigen Verabschiedung meines Ex-Arbeitskollegens aus München, dem Christoph!

…nach einem natürlich tränenreichen Abschied sollte die Reise nach 10 Tagen in Begleitung wieder alleine fortgesetzt werden. Da wir in den letzten Tagen die ruhige Seite Ko Phangans kennengelernt hatten, sollte es nun zur „Party-Seite“ übergehen. Nur wo gibts hier Party?? …diese Frage war schneller beantwortet als überhaupt gestellt. Ko Phangan ist wirklich nicht umsonst die Insel der Blackmoon, Halfmoon und Fullmoonpartys schlecht hin. Kaum also in Haad Rin, der kleinen Partystadt angekommen war von Ruhe (???????) – RICHTIG, keine Spur mehr!!!!! Laute Techno-Musik, viele Pubs, Restaurants und Verkaufsstände die der Reihe nach Eimer mit Smirnoff, Sam Song (Thai-Whiskey), Bacardi… einfach alles anboten! Und diese Stände waren einfach überall. Jeder wollte dir nen „Bucket“ (Englisch Auffrischungskurs: Eimer = Bucket :D) andrehen…. wäre ja alles ganz schön gewesen… wären da nicht die ganze Zeit diese eintönigen Beats der Technomusik, welche mir dann doch Musikrichtungstechnisch recht schnell auf den Magen geschlagen sind! Jedenfalls musste ich alleine schon wegen der Musik einen solchen Bucket kaufen um diese in gewissem Maße erträglicher zu machen. Gelegentlich kam allerdings dann auch mal ein vernünftiger Song – allerdings eher in dem Rhytmus ein Song pro Stunde!

Der Bucketkauf hingegen erwies sich als nicht so einfach wie geplant. Ich war ein wenig verwundert das der Smirnoff Bucket 5 Euro und der Sam-Song Bucket 6 Euro kosten sollte… An sich ist Sam-Song als Thai-Bräu ja dann doch die günstige Variante. Nachdem ich also bei dem Verkäufer nachgefragt habe erklärte dieser mir auch den Unterschied: „LOOK, Smirnoff is open…. Sam-Song is closed…“! Danke… er zeigte mir also das der Verschluss beim Smirnoff nicht wirklich geschlossen war sondern nur zugeklebt… war zwar ne Smirnoff Flasche… aber drin war wieder so ein gepunschtes Zeug, was immer mal ab und an für Todesfälle sorgt… Na super dachte ich!!!! Auf Ko Phangan also lieber nur Sam-Song trinken… sonst gute Nacht J. Also… meine Warnung… egal ob Blackmoon-,Halfmoon-, Fullmoon- oder eine der täglichen Strandpartys… Am besten erst garnicht versuchen ne moderne europäische Marke zu bestellen! Gepunschtes Zeug… No thanks!

 

Sprungsteeg von Ko Phangan

Tja, so verlief also dann mein erster Abend auf Ko Phangan… abschließen werde ich diese Story dann noch damit wie der Rest des Abends verlaufen ist! Gegen 1 Uhr nachts hatte dann jemand aus unserer Gruppe die Idee auf ne Dschungelparty zu gehen, welche man allerdings nur mit Boot erreichen konnte. Verdammt… nach so nem Bucket Sam-Song war ich echt nicht schwer zu überreden dahin noch mitzukommen ;-). Auf ging es also zur „Dschungelparty“ in Ko Chang. Die Party war direkt auf recht ansehnlichen Kliffen und findet anscheinend jeden Freitag statt. Sie heißt Dschungelparty, weil man einfach vom Dschungel umgeben ist. Anscheinend ist das Boot der einzige Weg um dorthin zukommen. Es gibt Straßen aber das sind eher nur Pfade… wie auch immer… nach nem Bucket Sam-Song hab ich da nichtmehr so durchgeblickt ;-). Nach einer witzigen 15 minütigen Bootstour kamen wir dann auch endlich an. Kaum also auf der Party angekommen waren auch schon viele lustig gekleidete Menschen da… und nachdem meine Begleitung kurz mit nem Israeli geredet hat,… hat dieser uns erzählt, dass es hier super ist um Drogen zu bekommen und er total auf LSD ist und die hier einem immer gerne was ins Getränk und so geben, muss man nur sagen! Aha dachte ich, musterte ihn kurz und dachte… Eigentlich ein ganz netter Kerl – aber LSD… no thanks! Also ging ich auf zum Tresen um meinen Bucket zu bestellen (den ich allerdings teilen wollte 😉 ). Habe dann auf die Karte gezeigt und einen Bucket Sam-Song Cola bestellt (dachte ich zumindest…). Der Typ tuschelt mit seinem Kollegen hinter dem Tresen… und auf einmal kommt der Kollege auf mich zu und spricht: „You really want just this Sam-Song Bucket???“, ich dachte mir natürlich… oh man… muss man hier jetzt LSD oder was auch immer in so nem Bucket bestellen und antwortete: „Yesss, nothing else please!“. Gut… letztendlich bekam ich dann meinen Bucket ohne Drogen!! War allerdings wohl dann doch ein Missverständnis… letztendlich hatte ich einen 1 Liter Bucket voll mit Sam-Song Whiskey und keiner Cola oder irgendwas anderem. Hatte er wohl doch keine Drogen anbieten wollen… wie dumm bin ich bitte??? 😀 Das ganze war natürlich ungenießbar und selbst ein bissl Cola on top hat nichtsmehr gebraucht. Die Moral von der Geschichte: Wenn du am Abend irgendwo hinkommst und ein Israeli zu dir kommt und dir was von Drogen erzählt, dann musst du dich an der Theke dennoch richtig ausdrücken und gegenfalls nachfragen…!!! Auch in meinem Alter lernt man nie aus 😀

Tja… mit wenig schlaf ging es dann am nächsten Tag zur richtigen Halfmoonparty, welche allerdings ein ziemlicher Flop war und sich nicht wirklich von einer der täglichen Strandpartys auf Ko Phangan unterschied. Die Musik ziemlich eintönig und ja, paar nette Menschen aber im Großen und Ganzen war dat nix J.  7 Tage später sollte dann die Fullmoonparty dort stattfinden welche riesengroß ist (bis zu 30,000 Menschen feiern dort) und sicherlich ein anders Erlebnis darstellt… mir wars egal. 2 Tage hatten mir gereicht, ich wollte auch nicht zur Fullmoonparty – weiter gings nach Ko Tao und Goodbye Partybusiness!!!!

Ko Tao also… und kaum angekommen dachte ich auch schon… „verdammt, warum hast du nur deine Zeit auf Ko Samui und auch ein wenig auf Ko Phangan vertrödelt“. Es war klasse, sympatische Insel, viele nette Menschen, richtig tolle Tauchreviere, gemütliche Pubs mit Livemusik und nicht non-stop Beats ohne Ende. Der Strand war auch gemütlich und lediglich die Preise waren leider etwas höher. Wobei es zum Tauchen vermutlich der (oder einer der) günstigste Platz in ganz Südostasien ist. Allerdings ist nicht nur das Tauchen dort günstig… auch die vielen Korallen und Steinformationen bieten einem eine klasse Unterwasserwelt welche mir bis zu 20 m Sicht unter Wasser bereitgestellt hat. Was allerdings schade ist, ist dass die Unmengen an Tauschschulen leider alle zur ungefähr gleichen Zeit tauchen und man so andere Taucher/Tauchgruppen unter Wasser sieht. An sich wollte ich Fische sehen und keine gelben und organgenen Taucherflossen oder irgendwelche Taucher die mich anschauen als wär ich nen Fisch J. Allerdings werden auch Tauchgänge welche schon um 6 Uhr morgens starten angeboten. Ich habe leider den Nachmittagstauchgang gemacht allerdings ist der 6 Uhr morgens Tauchgang so wie ich gehört habe zu empfehlen. Zudem kann man auch Walhaie sehen. Das Glück hatte ich allerdings nicht :/.

 

Sonnenuntergang auf Ko Tao

Nach einigen Tagen auf Ko Tao fühlte ich jedoch auf einmal diese Zeitdruck… „verdammt, nur noch 9 Tage Zeit… was soll ich machen??? Kultur, Inseln, Süden, Norden, Osten oder Westen?“ Ich war kurz davor mich für „Kultur“ zu entscheiden… ;-). Allerdings wollte ich meine letzten Tage dann doch nocheinmal in der warmen Sonne verbringen und wollte meine Trauminsel mit meinem Traumstrand und meiner Traumumgebung nocheinmal aufsuchen. Spontan buchte ich also einen Flieger für in 2 Tage nach… Ko Chang – 35 Grad! Flug von Ko Samui nach Ko Chang in 1:20 Stunden für 100 Euro… gebucht!!! Und zack ging es wieder zurück mit der Fähre nach Ko Samui, ab zu einem der süßesten Flughäfen überhaupt (der Flughafen ist vermutlich das beste an Ko Samui at all) und mit nur 12 anderen Passagieren (worunter 8 deutschsprachig waren) ging es in einer Propellmaschine auf nach Trat (Ko Chang).

 

Nicht mal 10 % der Plätze im Flieger waren besetzt

In Trat kann man dann für 470 Baht seine Weiterreise nach Ko Chang buchen. An sich Wucher, da man von Trat in nur 2 Stunden (inkl. Fährfahrt) am Lonely Beach ist. Bucht man allerdings mit dem Bus von Bangkok, bezahlt man nur 400 Baht und ist 8 Stunden unterwegs. Wie auch immer… die Jungs am Flughafen haben leider ein Monopol… auf ging es also von Trat mit dem Minibus zur Fähre und weiter zum Lonely Beach bzw. zu dem Dorf direkt hinter dem Lonely Beach. Ehrlich gesagt war ich ein wenig grüblerisch ob mir Ko Chang auch jetzt nach den vielen anderen Eingebungen und Erfahrungen noch so gut gefällt… Kaum angekommen… OH JA, KO CHANG IS DER BURNER J. Das kleine Dorf ist unglaublich, besteht aus vielen kleinen Bars, Tattoostudios und Unterkünften, wo noch alles echt günstig ist und Preise noch verhandelt werden müssen. Well… ich hoffe jeder andere verhandelt besser als ich… anstatt 400 bezahlte ich 350 Baht pro Nacht und blieb 6 Tage. Andere die nach mir kamen bezahlten 300 pro Nacht und blieben 2 Tage :D. Verhandlungstechnisch habe ich also auch nach 16 Monaten noch immer Potenzial…

Tja… was soll ich sagen… Die Lonely Beach area ist sich am Entwickeln wie Sau!!!! Schaut euch mal das Bild von meinem letzten Ko Chang Besuch vor 16 Monaten an, das Bild wo die Sandsäcke übers Wasser führen…

 

Brücke/Sandsäcke vor 16 Monaten

… anstatt der Sandsäcke gibt es nun diese Brücke!!!! Sensationell könnte man denken…

 

Brücke heute 😀

Aber wär sich diese Brücke mal genauer anschaut oder mal auf diesem wackeligen Gerüst steht der stellt sich die Frage… „warum so nen Ding bauen was aussieht wie im Mittelalter??“.  Tja, ob das ein Fortschritt ist… ich weiß ja nicht… :-D. 

 

Blick in die Ferne vom Lonely Beach – Goodbye schöne Reise

So, dieser Blog wird ab heute für einige Zeit ruhen (geschätzte 6 Monate). Evtl lest ihr von mir nach dem deutschen Sommer wieder etwas über neue Länder welche sich westlich von Deutschland befinden und sich schon auf meine Erkundigen freuen.

Alles Gute und bis… joah… die Tage nech?!!

Tobi

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