Travel the World

Travel blog

Puerto Rico/Karibik Ade – Ohne Gepäck auch auf nach Miami

Meine ersten 5 Tage wurden gemeistert und mein Flieger ist gestern in Miami gelandet. Bislang erkenne ich keinen richtigen Unterschied zwischen Puerto Rico und Miami. Der wesentlichste ist, dass ich nicht immer auf Spanisch angesprochen werde und auch Busfahrer der Englischen Sprache mächtig sind.

Allerdings hatten es meine ersten Tage in Puerto Rico auch in sich. Denn wie stellt man sich so den beginn seiner Reise vor…? Sicherlich mit Gepäck aus Deutschland?! Tja, hier ein kleiner Rückblick wie es nicht laufen sollte…

Nachdem der Flieger erfolgreich in San Juan gelandet ist und ich jegliche verrückten Sichherheitschecks gemeistert hatte (warum bitte muss man die Schuhe ausziehen??) ging es voller Vorfreude mit Jeans, T-Shirt und Pulli zur Gepäckausgabe. Dort wartete ich dann gespannt auf meinen Rucksack, damit ich auch schnell aus diesen verschwitzten Herbstklamotten raus kommen sollte, um mich in 32 Grad und prallen Sonnenschein zu begeben.

Kaum an der Gepäckausgabe liefen Koffer um Koffer und Rucksack um Rucksack an mir vorbei… aber von meinem Trekking-Rucksack war weit und breit nichts zu sehen! Und nachdem des Laufband dann 10 Minuten später gestoppt hatte, war eins sicher… mein Rucksack war nicht dabei! PREMIERE!!!

Juhuuuuuuu, ich hab mich schon immer gefragt… was macht man, wenn sein Gepäck nicht mitreist??? Allerdings war ich nach 9 Stunden Flug jetzt nicht so gespannt das am eigenen Leibe zu erfahren! Tja… was macht man also?

An sich ist es ganz einfach: Man muss eine Gepäckreklamition aufgeben bzw. anzeigen das sein Gepäck nicht dabei war… und das wars! Dann wird es nachgeliefert sobald es gefunden wurde! In meinem Fall allerdings war das nicht ganz so einfach. Der Mitarbeiter von Condor (ungefähr in meinem Alter), teilte mir schon zu Beginn mit, dass Condor nur einmal die Woche einen Direktflug nach Puerto Rico hat und verloren gegangenes Gepäck ausschließlich mit der eigenen Airline befördert. Das Problem war nur… Ich bleibe ja garkeine Woche in Puerto Rico, denn nach 5 Tagen gibt es einen kurzen 3-tägigen Stop in Miami und dann geht es weiter nach Guatemala. Und mein Gepäck dann an meinen Ort zu senden wo ich 300km entfernt vom Flughafen Spanisch lerne… Si si si… zum Glück hat Roberto Capello (Hola Robert), das ganze dann gemanaged und wollte sich dafür einsetzen das mein Gepäck (sobald gefunden) evtl sogar mit einer anderen Airline befördert wird, damit ich auch nicht während meiner langen Reise durchgehend auf mein Gepäck warten muss….

Tja, so verlief dann die Reklamation und danach steht man dann nur mit Handgepäck in der Hand vor einem Flughafen und schaut ziemlich dumm aus der Wäche. Das einzige was einem bleibt ist hoffen und beten das sein Gepäck so schnell wie möglich wieder auftaucht. Und dann geht es mit einer pasablen Handgepäckausrüstung zum Hotel. In meinem Fall hatte ich einen Laptop, 2 Bücher, ne Schachter Pralinen und einen Kopfhörer (der nur auch noch auf einer Seite defekt war) dabei. Top Ausrüstung oder?!

 

Neu einkleiden bitte! – Outlet Mall in Puerto Rico

Manch einer würde jetzt sagen… “Geil, shoppen!” Für mich war es allerdings nicht ganz so geil! Denn wieviel kann ich kaufen und wann ist mein Gepäck überhaupt da?! Letztendlich war ich jeden Tag ein wenig notwendiges shoppen und bekam erst am gestrigen 5. Tag die Meldung das mein Gepäck lokalisiert wurde und es sofort nach Miami geschickt wird. Mir wurde gesagt das es 4 Stunden vor meiner Ankunft in Miami ankommt und zur Abholung bereit steht.

Dumm nur… das es gestern NICHT in Miami angekommen ist, da es ein kleines Kommunikationsproblem zwischen Condor in Frankfurt und Lufthansa in Miami gab (die Muttergesellschaft übernimmt nun die Beförderung dieser wertvollen Fracht) und mir der Mitarbeiter allerdings versichert hat das es HEUTE auf jedenfall ankommt und direkt zu meinem Hostel an den South Beach von Miami befördert wird. Tja, so ging es ein 2. Mal ohne Gepäck (allerdings jetzt mit 2 kleinen Rucksäcken) auf zum Hostel an den South Beach von Miami. Ich bin gespannt ob ich es heute in Empfang nehmen kann… 🙂

Natürlich frage ich mich wie ein großer Rucksack 5 Tage verschwinden kann aber ich hoffe einfach mal das meine Unterwäche noch ungetragen ist und sich auch sonst nicht an meinen Kleidern begangen wurde.

Tja, jedenfalls habe ich während meines täglichen Notshoppens jetzt mehr Anziehsachen als zuvor ;). Diese muss ich allerdings noch bei der Airline mit Quittung einreichen und hoffen das ich sie überhaupt ersetzt bekomme. Was letztendlich notwendig ist und als Kosten getragen wird, konnte einem leider keiner in der Hotline sagen. Ich halte euch dann bald auf dem laufenden wie es bei mir war und ob auch wirklich alle Kosten von Condor getragen wurden. Eine genaue Auflistung meiner erworbenen Artikel gibt es dann auf Nachfrage. Nun aber genug mit Gepäckverlusten und zurück zu meinen ersten Tagen in Puerto Rico… 😉

Welche demnach recht nervig begannen, da ich fast täglich shoppen gehen musste und immer auf eine Nachricht meiner Fluggesellschaft gewartet habe. Dennoch hatte ich mir ab dem 3. Tag vorgenommen das Leben auch mit fremden Kleidern zu genießen und habe mich mit ein paar anderen Travellern aus dem Hostel zusammengeschlossen um ein Auto zu leihen und den Westen Puerto Ricos zu erkunden. Unsere erste Station war der El Yunqe National Park um ein paar Wege zu wandern und zwei Wasserfälle zu begutachten… und wenn ich schonmal da bin gibts auch ein paar Fotos von einem der beiden kleinen  ;-).

 

 Beachshorts gabs zu dem Zeitpunkt noch nicht 😉

Das eigentlich Highlite des Abends sollte allerdings Bio Bay sein, wo man im Dunkeln auf Kayaks zu einer Lagune fährt und dort erscheint das Wasser bei jeder Schwimmbewegung blau-grün. Dieses Licht wird durch Milliarden Einzellern, mikroskopisch kleine Algen, welche hier in dichter Konzentration vorkommen durch Bewegungen erzeugt.

Und das war in der Tat beeindruckend. Ob und wie stark man die Lichter beobachten kann hängt zum einen vom Mond und der vorherigen Sonnenbestrahlung ab. Für 45 USD fährt man dann mit dem Kayak auf zur Lagune und schaut sich an wie Fische, Paddel, Menschen oder die eigenen Hände zu leuchten beginnen sobald sie im Wasser sind und sich bewegen.

 

So kann das ganze dann in Bio Bay aussehen

Das Foto ist allerdings nicht von mir, da ich aufgrund unserer Kayaktour und vergangenen Wassererfahrungen mit Ex-Reisepartner Mitja großen respekt vor der Mischung von Wasser und Kameras habe.

Erwähnenswert ist noch… das es eine solche Sehenswürdigkeit überhaupt in Puerto Rico gab war mir nicht bekannt. Allerdings war das Hostel wirklich super und durch Gespräche mit den anderen Reisenden die ihre Hausaufgaben ein wenig besser gemacht hatten,hat man sich dann auch mal dem ein oder anderen auf seinen Besichtigungen angeschlossen. Falls es jemand nach Puerto Rico mit Schiff oder Flugzeug schafft und eine günstige Unterkunft möchte, wo man Spaß hat, easy andere Reisende kennenlernt und in einer sehr sicheren Gegend untergebracht ist… dann empfehle ich meine Unterkunft “Posada San Fransisco”. Dorm-Zimmer gibts aber circa 19 USD pro Nacht – vergesst allerdings die Ohrstöpsel nicht… Und hat man mal 3 Wochen Zeit kann man sich neben Puerto Rico auch noch die Highlites der Dominikanischen Republik in Ruhe anschauen.

So… damit ich jetzt nicht zuuuu viel schreibe und ihr auch beim nächsten Mal noch Lust habt kurz reinzuklicken gibts jetzt nur noch ein paar Bilder von den anderen Sehenswürdigkeiten in Puerto Rico und mir ;-). Zum einen sind es die beiden Forts El Morro und San Cristobal, welche Puerto Rico, quasi die Spanier in einigen Jahrhunderten erfolgreich vor Angriffen der Holländer und Engländer verteidigt hat, bis es 1898 von den USA erobert wurde. Beide Forts gehören zum UNESCO Welterbe.

 

Blick von El Morro heute

 

Salud Puerto Rico! 

 

Der Strand der meinen Rücken enorm verbrannte

 

Mojito trinken – mit Henry aus Ecuador und Ilya aus Seattle

 Letztendlich ist meine Motivation Spanisch zu lernen enorm gewachsen!! Zwar sprechen in Puerto Rico viele Englisch, allerdings habe ich das Gefühl das ich bei jeglichen Preisen betrogen wurde und eine witzige Kommunikation auf Spanisch hätte ich liebend gern angestrebt.

Bald melde ich mich dann mal aus Ecudaor. 

Alles Gute 

Tobi

P.S. Taxifahrer sind hier, wie auch in ganz Asien alles Verbrecher!!! Den Preis also unbedingt vor der Fahrt aushandeln, da Taximeter eigentlich garnicht vorhanden sind. Ich bezahle für euch allerdings auch weiterhin gerne Lehrgeld… 😛

Leave a Reply

Your email address will not be published.

en_USEnglish